Angriff der Killertomaten

Durch unser Beet haben wir die Gelegenheit bekommen Gemüse nicht nur auf dem Feld anzubauen, sondern auch in einer Art Pilotprojekt auf einer Parzelle in einem nahe gelegenen Gewächshaus.

Auf der gerade mal 2×6 m großen Parzelle haben wir heute  zwei Cocktailtomatenpflanzen, fünf Tomaten der Sorte Tica, zwei Paprika, zwei Gurken und eine Aubergine adoptiert.

Das Prinzip ist das selbe wie bei unserem Beet: Die Vorbereitung des Bodens, Einpflanzen der ersten Pflanzen, Bewässerung und Lüftung wird vom Gewächshausteam des Calendula Kräutergartens übernommen. Um die Pflege und Ernte müssen wir uns selbst kümmern.

Workshop im Gewächshaus
Workshop im Gewächshaus

Für alle Gemüsegärtner gibt es Infoveranstaltungen und Workshops, die helfen sollen die Killertomaten in den Griff zu bekommen.

Jede Parzelle besteht aus zwei Streifen, die durch einen Weg getrennt sind. Auf der rechten Seite haben wir heute noch weitere Pflanzen einsetzen können.

Parzelle bei der Übergabe
Parzelle bei der Übergabe

Hinter der Parzelle verstecken sich noch eine Gurke und die Aubergine. (Das Gestrüpp im Hintergrund sind Zitronenverbene und Minzverbene, von der wir uns freundlicherweise für Tee welche mitnehmen durften. Danke!)

links: Gurke, rechts: Aubergine
links: Gurke, rechts: Aubergine

Los ging es mit dem Anbinden der Pflanzen, da sie sich alleine nicht halten können und bis an die Gewächshausdecke gezogen werden. Dafür bindet man eine Schnur an die Gewächshausdecke und macht einen Knoten mit genug Luft am Fuß der Pflanze. Die Schnur wird dann einfach am Haupttrieb der Pflanze nach oben gewickelt.

Angebundene Cocktailtomate
Angebundene Cocktailtomate

Die Tomaten mussten danach noch ausgegeizt werden. Man entfernt alle Seitentriebe, damit die Pflanze keine ungewollten Ausmaße annimmt und der Ertrag am Ende stimmt. Würde man sich das Ausgeizen und Anbinden sparen, hätte man einen riesigen Tomatenbusch. Die Tomaten, die auf dem Boden hängen, würden leicht faulen.

Abgeknipste Seitentriebe einer Tomate
Abgeknipste Seitentriebe einer Tomate

Zum Schluss gab es noch die Gelegenheit selbst Pflanzen einzusetzen. Wir haben uns für weitere Tomaten entschieden. Ein bisschen Dünger drauf, einmal umgraben, …

Einpflanzen von Tomaten
Einpflanzen von Tomaten

… Pflanzen einsetzen, anbinden, ausgeizen, gießen und fertig.

Fertig bepflanzte Parzelle
Fertig bepflanzte Parzelle

Wie bastele ich mir eine Killertomate?

Die Tomatenpflanzen sind allesamt für das Gewächshaus optimiert. Es werden ausschließlich veredelte Profisorten aus ökologischem Anbau verwendet. Beim Veredeln nimmt man eine robuste Sorte, die sehr schnell und gut wächst und eine Sorte, die viel Ertrag bringt. Beide werden parallel gezogen und dann jeweils “geköpft”. Danach wird der obere Teil der ertragreichen Sorte einfach auf den unteren Teil der schnell wachsenden Sorte geklebt. Die zwei Teile wachsen dann zusammen und schon hat man sich eine Killertomate gebaut.

Veredelte Tomate
Veredelte Tomate

Im Vergleich zum 100 qm großen Beet denkt man, dass die 12 qm im Gewächshaus ein Klacks sind. Dieter vom Calendula Team sagte uns aber, dass wir mit dem zehnfachen Aufwand an Pflege rechnen müssen. Dafür ist der Ertrag aus den wenigen Pflanzen aber auch um einiges höher. Wir sollten uns jetzt schon mal Gedanken über die Konservierung machen, wenn wir im Sommer von den Killertomaten überrannt werden.

Da fällt uns einiges ein: Tomatensoße, Ketchup, Tomatenmark, eingeweckte Tomaten, Letscho. Übrigens kann man Tomaten auch so wie sie sind einfrieren und bei Bedarf in den Topf werfen.

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